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Zukunft des Pferdesports: „Brauchen wir noch Pferde – oder brauchen wir sie gerade jetzt?“ - kostenloses Webinar am 16. Juni
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"Immer weniger Turniere in Deutschland - ist der Reitsport in der Krise?" lautet die Frage eines Artikels der ARD sportschau (siehe hier), die nach der Präsentation der letzten FN-Statistiken auf das Thema aufmerksam geworden ist.


DQHA Q7 Aachen, Bild: Manfred Weyand

„Brauchen wir noch Pferde – oder brauchen wir sie gerade jetzt?“ lautet jetzt die zentrale Frage eines kostenlosen Webinars, das das IST-Studieninstitut und die IST-Hochschule gemeinsam mit der Initiative Vielfalt Pferd am 16. Juni 2026 um 20 Uhr veranstalten.

Inhaltlich widmet sich das Webinar aktuellen Themen des Pferdesports: Wie verändert sich die gesellschaftliche Wahrnehmung des Pferdes? Welche Auswirkungen haben sinkende Reitschulzahlen, Nachwuchsprobleme und steigende Kosten? Und welche Rolle können Pferde künftig für Gesellschaft und Mensch-Tier-Beziehungen spielen?

Die gesellschaftliche und sportliche Bedeutung des Pferdes wird dabei aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet – unter anderem durch ein hochkarätig besetztes Teilnehmerfeld aus Sport, Praxis und Wirtschaft. Mit dabei ist auch Mannschaftsolympiasieger Frederic Wandres. Aus Perspektive von Pferdesport Deutschland beteiligt sich Katharina Grupen an der Diskussion. Namhafte Stimmen wie Laura Enderes, amtierende Weltmeisterin der Islandreiterinnen, Thomas Casper, Gestütsinhaber und Initiator von Vielfalt Pferd e.V., sowie Kira Oberbremer von ehorses. Auch Juliane Wyrwol, Vielseitigkeitsreiterin und Influencerin, und Kathrin Rheinländer-Mix vom Ponyhof Lutz bringen in die Diskussion ebenfalls praxisnahe Perspektiven ein.





Moderiert wird das Webinar von Karolin Leszinski, Pferde-Journalistin und ehemalige Redaktionsleiterin Print der Reiter Revue International. Gemeinsam mit Jessica Fischer, Expertin für Ökonomie und Arbeitsmarktentwicklung, führt sie durch den Abend. Ergänzend gibt Anne Lau von hofpferde Seifertshein in einem Gastbeitrag Einblicke in innovative Projekte.

Das Webinar verbindet fachliche Einordnung mit persönlichen Perspektiven, interaktiven Umfragen und Praxisbeispielen und bietet damit eine fundierte Diskussionsplattform für aktuelle Zukunftsfragen des Pferdesports. Das Seminar ist kostenlos.

Zur Anmeldung





Bei der Jahrestagung von Pferdesport Deutschland widmete sich der Beirat Sport intensiv damit, wie der Pferdesport der Zukunft gestaltet werden kann.

„Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“, mit diesem Zitat von Friedrich Schiller eröffnete Julia Schneider ihren Impulsvortrag zur Mitgliedergewinnung direkt zu Beginn der Tagung des Beirats Sport. Die Co-Gründerin der Agentur „Mehr als Arbeit“ gab in ihrem Vortrag wichtige Impulse zur Zukunftsgestaltung des Pferdesports.


Pferdesport verbindet

Entscheidend ist, dass der Pferdesport für Menschen ein wichtiger Anker sein kann. Denn Sport verbindet. „Ein Reitverein bietet Menschen die Chance, sich auszutauschen und unabhängig von Beruf, Familie und anderen Rollen zusammenzukommen“, hob Julia Schneider in ihrem Vortrag hervor. Ein Thema, das in Zeiten der Digitalisierung sehr wichtig ist, denn – auch oder besser gesagt vor allem junge – Menschen sehnen sich nach Orten, an denen sie gemeinsam etwas erleben. In der realen Welt entstehen gemeinsam Erinnerungen und werden Herausforderungen gemeistert. Das verbindet und bindet an den Pferdesport. Die Emotionen, die die Pferde wecken, sind dabei ein wichtiges Bindeglied. Pferdesport erlebt man mit allen Sinnen. Das Pferd weckt immer Emotionen und das ist eine Besonderheit, die den Pferdesport von allen anderen Sportarten unterscheidet.


Das Potential der Best Ager

Der demografische Wandel schwebt wie ein rosa Elefant im Raum – als Schreckgespenst. Julia Schneider lud zum Perspektivwechsel ein, zumindest im Ehrenamt. Denn Nachwuchsgewinnung betrifft aus ihrer Sicht nicht nur junge Menschen, sondern vielmehr auch sogenannte Best Ager. „Die Menschen, die heute in Rente gehen, sind so fit wie nie zuvor. Menschen, die heute aus dem Berufsleben ausscheiden, können genau die richtigen für das Ehrenamt sein. Sie haben Zeit, sie haben viel Erfahrung, sie sind engagiert und das Ehrenamt kann vor Einsamkeit im Alter schützen“, betonte Julia Schneider.


Hürden abbauen

Julia Schneider rief Reitvereine und Verbände zudem dazu auf, Hürden abzubauen, um einen einfachen Zugang zum Pferdesport zu ermöglichen: „Je offener die Türen sind, je einladender die Betriebe wirken, desto leichter fällt es Menschen auch, Vorurteile gegenüber dem Pferdesport abzubauen.“ Direkter Kontakt schafft Verständnis. Und der direkte Kontakt zum Partner Pferd schafft in einer zunehmend digitalen Welt Erlebnisse. Wie gesagt, Pferde wecken Emotionen.


Engagement im Jugendbereich

Nele Plaul, Bundesjugendsprecherin, gab Einblicke in ihre Arbeit im Ehrenamt. Die 24-Jährige aus dem Pferdesportverband Hannover warb für das Engagement, um selbst den Pferdesport der Zukunft gestalten zu können. „Was wir gemeinsam schaffen können, motiviert unglaublich, sich in dem Bereich zu engagieren. Gemeinsam lernen und wachsen wir und können den Pferdesport prägen“, betonte Nele Plaul. Heidi van Thiel, Präsidiumsmitglied, hatte zuvor die Bedeutung der Jugendarbeit in den Landesverbänden betont. „Wir sind diejenigen, die für die jungen Leute die Türen öffnen müssen und Räume schaffen. Wir wollen gemeinsam die Zukunft gestalten, für den Pferdesport von morgen“, appellierte Heidi van Thiel an die Mitglieder des Beirats Sport.


Fragen? Die 20 wittelsbuerger.com-Experten helfen gerne weiter,

z.B. Nico Hörmann, Grischa Ludwig oder Daniel Klein für den Bereich Reining.
Zum wittelsbuerger.com-Expertenforum gelangen Sie hier.



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Quelle Pferdesport Deutschland/sag



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